Für die Umwelt

Wir nehmen die Stadt Bonn beim Wort!

Wir sind für:

  • konsequente Nachhaltigkeit, Verringerung der städtischen Belastungsschienen und Aufwertung der Stadtoasen
  • ein attraktives und liebenswertes Bonn - ohne riesige Stahlkolosse auf Schulhöfen, über Spielplätzen, im Wald und im Landschaftsschutzgebiet
  • Erhaltung der Frischluftschneisen in der Bonner Kessellage

Die Seilbahn verschandelt das Stadtbild!

Sie wirkt sich negativ auf die dichtbesiedelten Stadtteile Kessenich und Dottendorf aus.

Mit dem Bau des Maximilian-Carrés gegenüber dem historischen Bahnhofsgebäude, dem neuen Bonner Monsterbau, wurden Tatsachen geschaffen, die das Bonner Stadtbild verschandeln.

 

Durch den Bau der Seilbahn zwischen Ramersdorf und Venusberg droht der nächste Dauerschaden in gigantischer Größenordnung. Er geht mit irreversiblen Schäden am Bonner Rheinpanorama und an den Landschaftsschutzgebieten Venusberghang und Rheinufer einher.

 

Die Machbarkeitsstudie sieht vor:

  • 5 Stationen mit insgesamt 24 Seilbahnstützen für die geplante 1-S-Seilbahntrasse. Das bedeutet: Alle 200 bis 400 Meter wird eine bis zu 45 Meter hohe Stütze erforderlich.
  • Auf dem Schulhof der Erich-Kästner-Schule wird eine 32 Meter hohe Stütze errichtet, darunter wird eine Fläche von rund 500 qm aus Sicherheitsgründen wegen Eisschlag abgesperrt und geht dem Schulhof verloren.
  • Die Urstadtstraße erhält an der Kreuzung mit der Kessenicher Straße eine Stütze von 35 m Höhe. Beide Straßen werden für den Autoverkehr komplett gesperrt. Diese massive Behinderung verursacht Umleitungen, noch höheres Verkehrsaufkommen und zusätzlichen Fahrverkehr in den Wohngebieten.

Naturnahe Lebensräume müssen erhalten bleiben!

Der Bau der Seilbahn setzt den Schutz wichtiger naturnaher Lebensräume außer Kraft. Obwohl streng geschützt, werden durch die Seilbahn Teile der Landschaftsschutzgebiete Venusberghang, Rheinaue und des Rheinufers zerstört.

Der Venusberghang, ein Ausläufer des Kottenforstes, zeichnet sich durch wertvollen alten Baumbestand aus und ist Heimat für zahlreiche seltene Tier- und Vogelarten. Hier leben Hirschkäfer, Feuersalamander, div. Fledermausarten, Pirol und viele weitere Vögel, Greifvögel und Käuze. Mehrere Feuchtbiotope liegen auf der Trasse der geplanten Seilbahn

  • Eine 20 Meter hohe Station wird unmittelbar am Ufer des Bötchensees in der Rheinaue errichtet
  • Zwei Stützen von 40 Meter Höhe sollen im Landschaftsschutzgebiet Venusberghang errichtet werden und eine 45 m hohe eine Stütze im Wald an der Klinikmauer
  • Der Hindenburgplatz entspricht allen Kriterien für quartiersnahe Stadtoasen. Er liegt genau auf der Trasse und wird alle 15 Sekunden von einer Gondel in 25 m Höhe überflogen. Er wird damit Opfer dieses Projekts
  • Die Grüne Lunge am Hindenburgplatz ist bedroht. Das gerade eingezäunte Feuchtbiotop - wichtig für Amphibien und Insekten! - wird zerstört
  • Der neu errichtete Spielplatz (2018 eingeweiht, 190.000 € Kosten) muss dem Seilbahn-Bahnhof weichen. An seiner Stelle entstehen massive Stahlkonstruktionen für Fahrstühle, um die Gondel- Plattform in 12 m Höhe zu erreichen
  • Für den Bau der Rettungstrasse muss eine breite Schneise durch den Wald des Venusberghanges geschlagen werden. Wertvoller, alter Baumbestand wird geopfert. Brutstätten für Vogelarten wie Eisvogel, Grauspecht, Mittelspecht, Nachtigall, Pirol, Rotmilan, Schwarzspecht, Schwarzstorch und Wespenbussard werden unwiederbringlich zerstört
  • Ununterbrochen pendeln breite Gondeln vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. 19 Stunden täglich läuft das Seil ohne Pause und verursacht besonders dort, wo es umgelenkt wird, sehr hohe Lärmbelastungen - für Mensch und Tier. Rechte Spalte Hinweis zum Titel Bonns als lauteste Stadt in NRW mit link zum Artikel
  • Lichtverschmutzung ab 5:30 Uhr morgens und bis nachts 0:30 Uhr läßt Anwohner nicht schlafen, Schattenwurf der alle 15 Sekunden fahrenden Gondeln stört Schüler der Erich-Kästner-Schule beim Unterricht. Die Schule wird direkt von der Seilbahn überflogen


Risiken der Klimaveränderungen berücksichtigen

Inzwischen nehmen Forschungsergebnisse und Studien zu den Risiken der Klimaveränderung einen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Leider finden diese keinen Eingang in die Machbarkeitsstudie und die Stellungnahmen der Stadtverwaltung zu diesem brisanten Thema.

 


Risikomanagement Starkwinde

Der Betrieb von Seilbahnen erfordert ein besonderes Risiko-Management. Menschenleben und Sachschäden dürfen nicht riskiert werden. Ein aktuelles Beispiel für eine solche Gefahr ist das Seilbahnunglück im Hochzillertal: "Gondeln des Wimbachexpress krachen im Sturm zusammen"

https://www.express.de/news/panorama/schreck-im-skigebiet-gondeln-geraten-ausser-kontrolle-und-krachen-zusammen-31717378


Der Betrieb von Seilbahnen erfordert ein besonderes Risiko-Management. Menschenleben und Umgebungsschäden dürfen nicht riskiert werden. Ein aktuelles Beispiel für eine solche Gefahr ist das Seilbahnunglück im Hochzillertal: "Gondeln des Wimbachexpress krachen im Sturm zusammen"

 

Lebesnotwendige Frischluftschneisen in der Bonner Kessellage erhalten

Weiter fordern wir die Stadtverwaltung auf, entsprechend der Klimazonenkarte der Bedeutung des Venusberghanges als Teil des Waldgebietes Kottenforst als Kaltluftschneise Rechnung zu tragen. In der Kessellage Bonns mit den bekannten gesundheitlichen Risiken für Herz-/Kreislauferkrankungen darf die klimatische Kessellage nicht weiter durch Baumrodungen, hohe Betonaufbauten etc. reduziert werden.

 

Download
Zur Bedeutung der Windgeschwinidgkeit fü
Adobe Acrobat Dokument 139.3 KB

Werbewirksames Etikett NATURSTROM

Dass der zu erwartende Energieverbrauch einer täglich 19 Stunden laufenden Seilbahn enorm sein wird, steht für alle Beteiligten außer Frage. Herr Prof. Monheim, Herr Ulrich Kelber (MdB) und weitere Befürworter der Seilbahn argumentieren angesichts dieser Tatsache damit, es handle sich bei dem eingesetzten Strom um CO2-neutralen grünen Umweltstrom, erzeugt von Wind und Sonne oder Biomasse. Die Stadtwerke Bonn böten „SWB Naturstrom“ an, für den dies zutreffe. Damit seien alle Emissionsbetrachtungen hinfällig.

 


Damit erzeugt die Seilbahn ein Mehr an Emissionen

Wie "grün" ist der NATURSTROM innerhalb des Strom-Mix der Stadtwerke Bonn tatsächlich?

 

Aus ökonomischen Gründen wird der Strombedarf immer lokal aus dem nächstgelegenen Kraftwerk gedeckt. Denn Transporte über weite Strecken gehen mit Verlusten einher.

Die Stadtwerke Bonn (SWB) bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern den "BonnNatur Strom" an und werben mit: "dank CO2-frei erzeugtem Strom aus 100 Prozent regenerativen Energien".

 

Ist das wahr oder hat das nur kaufmännische Gründe?

Um den Sachverhalt zu verstehen, muss man wissen, dass erneuerbare Energien, beispielsweise durch Sonne oder Wind produziert, immer vollständig ins Netz eingespeist werden. Sie erfahren also eine sogenannte Priorisierung. Hat man beispielsweise einen Anteil von circa 60 Prozent an erneuerbaren Energien, so müssen die restlichen 40 Prozent des Bedarfs durch konventionelle Kraftwerke gedeckt werden.

 

Steigt der Energiebedarf, ohne dass neue regenerativen Energiequellen geschaffen werden, so steigt auch der Anteil der konventionell erzeugten Energie. Steigt also der Energiebedarf der Stadt Bonn durch die Seilbahn und werden nicht gleichzeitig neuen regenerative Energiequellen erschlossen, so steigt unweigerlich der Anteil an konventioneller Energie und somit die CO2-Belastung der Umwelt.

 


Konkret nachgefragt: Woher beziehen die SWB ihren Grünen Strom und ist er ökologisch nachhaltig erzeugt?

Die Stadtwerke Bonn erhalten das wichtige werbeträchtige Label NATURSTROM durch die Kooperation mit der Fa. MANN, einem Stromhändler und Betreiber einiger regenerativer Anlagen zur Stromerzeugung in Langenbach im Westerwald. Für den Endkunden, der sich für Grünen Strom entscheidet, berechnet die Fa. MANN 1 Cent mehr pro Kilowattstunde (kWh), unabhängig davon, welcher Energiemix zu Grunde liegt. Investiert Mann nun ½ Cent je kWh in ökologische Projekte, so darf sie ihren Strom als Ökostrom gemäß „Grüner Strom Label“ verkaufen, selbst wenn er nur aus fossilen Quellen stammt. Lesen Sie hier nach, woher der Bonner Naturstrom wirklich kommt:

 


Wie "grün" ist der NATURSTROM der Stadtwerke Bonn tatsächlich?

Woher stammt der in das Stromnetz der Stadtwerke Bonn eingespeiste Strom tatsächlich? Ein Besuch vor Ort am Firmensitz in Langenbach. Lesen Sie den Bericht im .pdf-Dokument!

 

Kurz gesagt: der in Bonn verbrauchte Strom kommt aus dem benachbarten Braunkohlerevier und zählt damit zum unweltschädlichsten in Deutschland erzeugten Strom.

Wer den BonnNaturstrom bezieht, bezahlt in ein 20 Jahre altes Wasserkraftwerkwerk an der Donau bei Wien. Dessen Strom wird aber dort verbraucht. Die Bonner Kunden erhalten den hier produzierten Strom. Entscheidend aber ist: wenn mehr Kunden BonnNaturstrom beziehen, wird nur die Bezahlung verschoben, aber es wird nicht mehr Strom aus Wasserkraft erzeugt, sondern mehr Braunkohlestrom. Das ist ein gigantischer Etikettenschwindel.

 

Download
Besuch bei der Fa. MANN in Langenbach
Betrachtungen zum Strom.pdf
Adobe Acrobat Dokument 324.5 KB

Die Seilbahn ist durch die im Betrieb erzeugten Emissionen umweltschädlich, die CO2-Bilanz und Einsparung von Energie ist negativ.

Wie im vorhergehenden Abschnitt dargelegt, stammt der für den Betrieb der Seilbahn erforderliche immense Bedarf an Strom aus dem benachbarten Braunkohlerevier. Die Seilbahn erzeugt ein Mehr an Emissionen von 6,4 Tonnen CO2, tagein, tagaus. Dies entspricht etwa 8.800 Autofahrten vom Bahnhof UN-Campus zum Venusberg. Berücksichtigt man die prognostizierte Einsparung an Autofahrten, so erzeugt die Seilbahn zusätzliche Abgase wie 7.000 Autofahrten.

 

Die Seilbahn ist somit wesentlich umweltschädlicher als der jetzige Zustand mit ÖPNV und motorisiertem Individualverkehr. Eine wirkliche Verbesserung würde lediglich der Umstieg der Autofahrer auf den normalen ÖPNV bringen. Hierfür müsste das Angebot an Busverkehr zum Venusberg verbessert werden.

 

Vergleicht man die für Bonn geplante Seilbahn mit der Emission des Linienbusses (21 Fahrgäste, Standardbus des Umweltbundesamtes), der vom UN-Campus zum Venusberg fährt, so wird die Seilbahn erst dann emissionsmäßig günstiger als der Bus, wenn täglich mehr als 16.800 Personen die Seilbahn benutzten. Ist der Bus mit mehr als 21 Fahrgästen besetzt, werden die Verhältnisse noch ungünstiger für die Seilbahn.

 

Beide Zahlenbeispiele zeigen, dass nur mit unrealistischen Nutzerzahlen die Seilbahn im Vorteil wäre!

 


Wieso lässt sich die Menge der zu erwartenden CO2-Emissionen so genau im Voraus berechnen?

 

Die geplante urbane Seilbahn ist ein Stetigförderer, d. h. sie fährt nicht nur bei Bedarf, sondern stetig während der 18-stündigen Betriebszeit pro Tag. Hinzu kommt eine Stunde zur Inbetriebnahme.

Betrieb im ÖPNV setzt voraus, dass die Seilbahn 18 Stunden am Tag läuft. Damit verbraucht diese Strom, egal ob jemand mitfährt oder nicht.

Der Energieverbrauch pro Passagier lässt sich ermitteln, indem man die pro Tag durch die Seilbahn verbrauchte Energie durch die Anzahl Passagiere während dieses Tages teilt.

 

Jede verbrauchte Kilowattstunde Strom erzeugt eine CO2-Emission, die für den aktuellen Strommix im Emissionsfaktor des Umweltbundesamtes festgelegt ist. Der Strommix bezieht sich auf den in Deutschland erzeugten Strom aus fossilen Energieträgern, aus Kernkraft, Wasserkraft und den Anteil aus Wind-, Solar- und Bioenergie. Dieser beträgt für das Jahr 2017 530g CO2 pro Kilowattstunde (Inlandsverbrauch).

 

Tatsächlich ist der in Bonn verbrauchte Strom sogar wesentlich umweltschädlicher, da er fast ausschließlich aus Braunkohleverstromung stammt. Er hat somit einen höheren Emissionsfaktor. Gleichwohl wird der Emissionsfaktor des deutschen Energiemixes berücksichtigt , wie er vom Umweltbundesamtes definiert wird.

Download
Berechnung der CO2-Emission.pdf
Adobe Acrobat Dokument 75.9 KB

News

Termine, Mitteilungen, Wissenswertes

Seilbahnstützen

Feuchtbiotop