Für uns Bonner Bürger

Bonn mit seiner wunderschönen abwechslungsreichen Landschaft und kleingliedrigen Grünflächen bedeutet für uns Heimat und Lebensraum. Inmitten eines größeren Ballungsgebietes mit stetiger Verdichtung und der bekannten Bonner Kessellage  benötigen wir diesen Raum dringend,  zum Leben und Erholen, für gelebte Nachbarschaft und ebenso für ausreichend Wohnraum und Arbeitsplätze.

 

Das Großprojekt einer urbanen Seilbahn mit breiter Trassenführung und alles überragenden riesigen Stahlstützen zerstört die zur Zeit noch intakten lebensnotwendigen Grünen Lungen am Rheinauen-Park und am Venusberghang. Über den dichtbesiedelten Stadtteilen Kessenich und Dottendorf  verschandelt dieses technische Monsterprojekt unwiederbringlich die historisch gewachsenen Stadtteile.

 

Wiederholte Kostenexplosionen durch Fehlplanung und Missmanagement anderer Großprojekte wie dem WCCB oder der Beethovenhalle  haben Bonn überregional den zweifelhaften Ruf der „Pleitestadt am Rhein“ eingebracht.  Die nicht nachhaltige und kurzsichtige Stadt- und Verkehrsplanung erschüttert das Vertrauen der Bonner Bürger in die Kompetenz unserer Stadtverwaltung.

 

Es bedarf dringend einer durchdachten Zukunftsplanung mit Verkehrs- und Entwicklungskonzepten, die diesen Namen verdienen. Klientel- und Lobbypolitik sind der falsche Weg.

 

Die Planung einer urbanen Seilbahn für Bonn ist ein unkalkulierbares Großprojekt, das bei Realisierung zu einer weiteren Kostenexplosion führen wird. Das Stadtbild wird dann hoffnungslos verschandelt und einmalige Natur zerstört. Der vorgetäuschte ökologische und ökonomischer Nutzen ist höchst fragwürdig!

 

Was will die Bürgerinitiative "BONN BLEIBT SEILBAHNFREI"?

Unser Anliegen als Bonner Bürgerinnen und Bürger ist die dringend benötigte Erweiterung und Versachlichung der Diskussion. Wir warnen vor einer leichtfertigen emotionalen Begeisterung für das Großprojekt urbane Seilbahn in Bonn. Das Konzept der urbanen Seilbahnen ist bundesweit umstritten und nicht ausreichend erprobt.      

 

Siehe hierzu auch:

"Seilbahn-Projekt nicht mit Umweltrecht vereinbar" (Göttinger Tageblatt, 03.05.2017)

"Rios umstrittene Seilbahn steht still" (Deutsche Welle, 05.02.2017)

"Thames cable bar: transport chiefs' plan to serve alcohol on the Emirates Air Line" (EveningStandard., 31.08.2016)

"Bewohner sprechen sich offenbar gegen Seilbahn aus" (Hamburger Abendblatt, 27.08.2014)

"Londoner Emirates Air Line: Teuerste Seilbahn der Welt mit fraglicher verkehrlicher Bedeutung" (Weblog Zukunft Mobilität, 05.07.2012)

 

Wir stellen die notwendigen kritischen Fragen zu allen relevanten Bereichen. Von den Verantwortlichen erwarten wir überzeugende Antworten mit überprüfbaren Fakten, vor allem zu den tatsächlichen Kosten der urbanen Seilbahn und der zu erwartenden Umweltbelastung in Verbindung mit  Klimaveränderungen.

 

Die vorgelegten Studien zu Seilbahnen sind von den Herstellern bezahlt und nicht neutral. Sie halten einer wissenschaftlichen Überprüfung keineswegs stand! Siehe dazu unsere Argumente zu der vorgelegten Machbarkeitsstudie. 

 

Die vier wesentlichen Bereiche, die vom Bau der urbanen Seilbahn negativ betroffen sein werden, sind:

Verkehr

Wir zeigen, warum die Seilbahn keine Lösung für die Bonner Verkehrsprobleme darstellt! Bonn braucht ein umfassendes Verkehrskonzept, kein Leuchtturmprojekt ohne nachweisbaren Nutzen.

 

 

Kinder

Kinder sind unsere Zukunft, sie brauchen Freiraum zur Entfaltung. Der Bau der Seilbahn vernichtet einen Spielplatz und eine Schule, beeinträchtigt Kindergärten, Spielplätze und Grünflächen.

 

 

 

 

Kosten

Die Stadt Bonn ist bereits hoch verschuldet! Die Urbane Seilbahn wird zu einem weiteren Millionengrab. Die tatsächlichen Betriebskosten werden verschwiegen. Die geplanten Einsparungen bleiben Fiktion! Unerwähnt bleiben auch die immensen Folgekosten für die Debakel bei WCCB und Beethoven-Halle.

 

 

Umwelt

Die Urbane Seilbahn verursacht permanente Lärmbelastung und Lichtverschmutzung, die Vernichtung naturnahen Lebensraums im Bonner Stadtgebiet und sie erzeugt ungeheure Emissionen. Die tatsächlichen Dimensionen dieses Bauwerks werden von der Verantwortlichen kleingeredet.


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