30.11./1.12. 2019  General-Anzeiger manipuliert Ergebnisse um!

Der GA hat in einem Artikel vom 30.11./1.12.2019 mit der Schlagzeile: "Mehr als 5000 wollen eine Seilbahn" in fragwürdiger Weise über eine Online-Petition berichtet. Das Ergebnis der Petition stimmt jedenfalls nicht mit der Überschrift überein.

Gängige Praxis beim GA? Leider ja!

Lesen Sie die Details unter Home: Eilmeldung

 

 

 

 

Vorbemerkung - worum geht es?

Seit 2015 verfolgt die Verwaltung der Stadt Bonn die Planung einer urbanen Seilbahn zum Venusberg, inzwischen mit Verlängerung über den Rhein bis nach Ramersdorf.

Nein, beten hilft nicht!
Riesige Stützen (hier Montage der Stütze Hermann-Milde-Str., 35 m hoch) verschandeln das Stadtbild. Alle 15 Sekunden rattert eine Gondel darüber.

Anfänglich wurde die Seilbahn mit morgendlichen Staus auf der Zufahrt über die Robert-Koch-Straße begründet, dann mit dem drohenden Verkehrsinfarkt aufgrund eines prognostizierten immensen Bevölkerungswachstums. Beide Behauptungen stellen sich als nicht belastbar heraus.
2016 wurde vom Rat der Stadt Bonn eine umfangreiche Machbarkeitsstudie in Auftrag gegebenen. Im Sommer 2018 wurde eine Nutzen-Kosten-Analyse von der Verwaltung beauftragt, genauere Informationen über die Modalitäten liegen nicht vor. Laut Äußerungen der Verwaltung und laut Presseberichten solle im Sommer 2019 das Ergebnis vorliegen.

Juni 2019 aus der Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung zum "Sachstand Standardisierte Bewertung Seilbahn Bonn" :

"Mit den beauftragten Büros ist besprochen, die Ergebnisse d.h. dann auch insbesondere die Aussage zum volkswirtschaftlichen Nutzen unmittelbar nach derSommerpause den Ratsgremien vorzustellen, damit diese über das weitere Vorgehen (Antrag auf Förderungen, Planfeststellungsverfahren) entscheiden können."

 

Die Nutzen-Kosten-Analyse sollte demnach längst vorliegen, unsere Nachfragen bei der Verwaltung wurden dahingehend beantwortet: "Die N-K-Analyse liegt definitiv noch nicht vor. Ob und in wie weit sie veröffentlicht wird und was die Bürgerinitiative davon zur Einsicht erhalten, ist noch nicht entschieden."

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Wir, die Bürgerinitiative "Bonn bleibt seilbahnfrei" halten diese Seilbahn für ungeeignet zur Lösung der Verkehrsprobleme und ohne Nutzen für die Bonner Bürger, finanziell riskant und dabei äußerst umweltschädlich. Auf dieser Website finden Sie unsere Argumente, Informationen zum bisherigen Verfahrensablauf sowie eine Auflistung der Risiken und Nebenwirkungen, die mit diesem millionenschweren Projekt einhergehen.

 

Die Seilbahntrasse zieht zudem zahlreichen "Kollateralschäden" nach sich. Siehe z.B.  unten auf dieser Seite.

 

Die Trasse

Nord- und Südtrasse; Bild: Stadt Bonn
Nord- und Südtrasse; Bild: Stadt Bonn

Die in der Machbarkeitsstudie als präferierte Lösung ausgewiesene Trasse ist im Bild zu sehen: die Nordtrasse.

Auf dem Parkplatz vor dem Eltern-Kind-Zentrum auf dem Venusberg soll eine riesige Station gebaut werden, mitten im Klinikum.  Von dort soll die Seilbahn den Venusberghang (wird wohl abgeholzt) hinunter fahren zum Bahnhof Hindenburgplatz, der in der Luft liegen müsste und damit genau über den Spielplatz gebaut würde. Also würden der Spielplatz, die Spielwiese und das dahinter liegende Biotop geopfert.

Weiter ginge es durch die Urstadtstraße, die gesperrt werden müsste, da mittig darauf eine 32 m Stütze gebaut würde, dann durch die Hermann-Milde-Straße über die Erich-Kästner-Grundschule (32 m hohe Stütze auf dem Schulhof) bis zum Bahnhof UN-Campus. Die Seilbahnstation würde über den Gleisen der Bahn in der Luft liegen und 50 m lang und 18 m breit werden, erreichbar über Treppen und Aufzüge.
Weiter soll es über die Skulptur am Trajektknoten in die Rheinaue gehen, wo am Bötchensee ebenfalls ein Bahnhof hoch in der Luft entstehen soll. Und dann sollen 47 m hohe Stützen am Rheinufer aufgestellt werden, von wo aus die Seilbahn den Rhein überqueren und schließlich die Telekom in Beuel überfliegen soll. In Ramersdorf, Schießbergweg, wo im Jahr 2031 vielleicht die S13 gebaut werden soll, ist der letzte Bahnhof geplant. Mitten auf der grünen Wiese, ohne jede Infrastruktur wie Straßen, Parkplätze oder weitere Verkehrsknoten in der Nähe. Die Seilbahn führt dort ins Niemandsland.

Und es gibt schon weitere Diskussion um Planungen bis nach Roleber (SPD) oder auch bis nach Königswinter.

Das Großprojekt urbane Seilbahn überragt mit seinen riesigen Stahlstützen die dichtbesiedelten Stadtteile Kessenich und Dottendorf.

Große Teile des Venusberghanges würden für den Bau der Stützen und als Rettungsschneise abgeholzt.

 

In der Rheinaue würde ein hoch in der Luft liegender Bahnhof errichtet, mit zusätzlichen Stützen davor und dahinter. Das Landschaftsschutzgebiet Rheinufer würde durch turmhohe Seilbahnstützen  verschandelt. Sie würden das für Bonn typische Rheinpanorama für immer zerstören.

 

Wie es entlang der Trasse aussehen wird, sehen sie unten.

 

Standort im Universitätsklinikum

Auf diesem Parkplatz vor dem Eltern-Kind-Zentrum
(das E-K-Zentrum liegt hier hinter dem Betrachter)
soll die Seilbahnstation entstehen.
Eine Station im gesamten Klinikgelände heißt:

  • es wird erhebliche Geräuschentwicklung inmitten eines Krankenhauses geben
  • die Fahrgäste erwarten anschließend lange Fußwege bis 600 m

  • bei Wind und Wetter sollen Mitarbeiter, ambulante Patienten und Besucher dies auf sich nehmen
  • die derzeitige Versorgung mit Bussen ist besser:
    4 Haltestellen im Klinikbereich
    2 Haltestellen im Bereich von unmittelbaren Zugängen

Hindenburgplatz

  • Besonders unerfreulich wird es für die Kinder, die gerade einen neuen Spielplatz (190.000 €) bekommen haben.
    Die Seilbahnstation Hindenburgplatz (16 m hoch, mind. 18 m breit und 50 m lang) wird bis über den Sandkasten ragen.
  • Die OGS Erich-Kästner-Schule und die zahlreichen umliegenden Kinder und Jugendeinrichtungen, die den Spielplatz intensiv nutzen, können sich dann einen anderen Spielplatz suchen.
    Nur - den gibt es nicht in der Nähe.
    Also wieder ein Kollateralschaden.
  • Hier nicht sichtbar: hinter dem Spielplatz liegt ein Feuchtbiotop, das eigentlich nicht überbaut werden darf. Allerdings darf der Oberbürgermeister bei wichtigem öffentlichen Interesse das Bebauungsverbot aufheben.
    Näheres zum Biotop siehe unter Kollateralschäden.
  •  Im Stadthaus hält man die Seilbahn offenbar für wichtiger als einen Spielplatz, ein Feuchtbiotop und eine Schule. Und eine gesperrte Straße kann man ja leicht umfahren. Jedenfalls ist der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan ein starker Protagonist dieser Seilbahnpläne und wird alles tun, damit die Seilbahn kommt. Also wird er alle notwendigen Genehmigungen erteilen und alle hinderlichen Bebauungsverbote aufheben.

Urstadtstraße

  • Die Urstadtstraße bekäme an der Kreuzung Kessenicher Straße eine Stütze von 35 m Höhe, die Straße würde dann "abgebunden" d.h. gesperrt.
    Womöglich betrifft die Sperrung sogar beide Straßen.
    Alle 30 Sekunden käme dann aus jeder Richtung eine Gondel, also Überflug im 15 Sekunden-Takt. Der Bereich unter dem Rollenkasten müsste weiträumig eingezäunt werden (auf der Fotomontage nicht realisiert), um Passanten vor Eisschlag (herabfallende Eiszapfen) zu schützen.
  • Die Sperrung der Urstadtstraße/Hermann Milde Straße hätte zur Folge, dass die Laster von Haribo dort nicht mehr zur Hausdorffstraße durchkämen, sie müssten also über die Karl-Barth-Straße und damit vor der Erich-Kästner-Schule vorbeifahren. Das würde neben der Geräuschbelästigung auch eine zusätzliche Gefährdung der Kinder auf ihrem Schulweg erzeugen.

 

Hermann-Milde-Straße

  • Blick von der anderen Seite in Richtung Rhein.
    Noch ist die Parksituation relativ entspannt.
    Kommt die Seilbahn, werden Wildparker beide Straßenseiten zuparken und die Anwohner können sehen, wie sie mit der Situation klarkommen.

    Das Parkproblem würde damit vom Venusberg nach Dottendorf bzw. Kessenich verlagert.
  • Glückwunsch an Prof. Dr. Holzgreve, den Klinikdirektor. Er müsste dann keine teuren Parkhäuser im Klinikgelände bauen! Dafür könnte er die letzten freien Flächen für neue Gebäude nutzen.
    Die im Tal wohnenden Rheinländer sind ja als tolerant und leidensfähig bekannt.

Stütze Haribo

  • Auf dem Werksgelände von Haribo soll auch eine Stütze gebaut werden. Sie soll 35 m hoch werden.
  • Was wohl Haribo dazu sagen wird, wenn an dieser Stelle auf dem Werksgelände kein LKW mehr wenden kann?
    Wenn Haribo dann keinen Dampf mehr ablassen darf, damit niemand in der Seilbahngondel zu Schaden kommt?
    Oder wenn vom Seil Fett herunterfällt?
  • Wir hoffen, Haribo läßt sich das alles nicht gefallen.

Erich-Kästner-Schule

  • Die Erich-Kästner-Schule bekäme auf dem Schulhof eine 32 m hohe Stütze. Die Schule würde im 15-Sekunden-Takt von Gondeln überflogen, unter lautem Geratter an den Rollen der Stütze. Niemand mehr würde danach sein Kind an dieser Schule anmelden.
  • Fazit:
    massive Kollateralschäden im
    Stadtbild, in Naherholungsgebieten, am Spielplatz und am
    Feuchtbiotop, Straßensperrung und Verkehrschaos in Dottendorf/Kessenich, Zerstörung des Schulhofes der Erich-Kästner-Schule. Langfristig wäre mit der Schließung der Schule zu rechnen.


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zum Thema Spielplatz >>>

 

Gondeln über der Erich-Kästner-Grundschule

Trajektkreisel; Skulptur Arc'89

  • Die Skulptur Arc'89 von BERNAR VENET wird ebenso der Seilbahn zum Opfer fallen: auf der Verkehrsinsel neben der Skulptur soll eine Stütze von 30 m Höhe errichtet werden und die Gondeln fahren im 15 Sekunden Takt über das Kunstwerk.

 

  • Die Stadtverwaltung wird dann wohl argumentieren, man könne Arc'89 aus der Gondel aus vielen Blickwinkeln sehen und es auch aus nächster Nähe betrachten. Das sei bei einem solchen Objekt ein einzigartiges Erlebnis.
    Nur die Seilbahn ermögliche dieses besondere Umfliegen der Skulptur und das sei ein als Vorteil für Bonn zu verbuchen, schließlich würde dadurch eine große Anzahl Touristen auf die Seilbahn und damit nach Bonn gezogen.

    Man sieht: man muss sich nur etwas einfallen lassen, dann kann man sogar den größten Unsinn verkaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ramersdorf, Schießbergweg

  • Soll diese Seilbahnstation tatsächlich ans Ende der Welt? Auf die grüne Wiese hinter der Telekom Ramersdorf, ohne jede Infrastruktur, ohne Straße, Parkplatz, Verkehrserschließung, Geschäfte?
  • Wer will dort hin fahren?
    Vielleicht kann man mit dem Hund dort Gassi-Gehen?
  • Und der geplante Anschluss an die S13 vom Flughafen Köln-Bonn nach Ramersdorf fällt vorerst auch aus. Vor 2031 wird das nichts, so die Deutsche Bahn.

  • Soll sich die Seilbahn etwa bis 2031 über den Rhein bewegen, ohne dass ein jemand dort hin fährt? Außer vielleicht den oben erwähnten Hundebesitzern mit Dauerkarte?
  • Der Schießbergweg, in Richtung Telekom gesehen. Hier gibt es nichts außer dem schmalen Zuweg durch eine Unterführung, durch die nicht einmal ein Feuerwehrauto passt!
  • Eine Verbreiterung des Weges längs der Unterführung unter der Bahntrasse dauert - bedingt durch die Entscheidungsprozesse bei der DB - wohl Jahrzehnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Kollateralschäden

Abholzen von Seilbahntrassen

  • Wie man bei alpinen Seilbahnen sehen kann, sind die Trassen fast überall abgeholzt. Das ist notwendig, damit der Bau überhaupt wirtschaftlich möglich ist und zur Rettung von Passagieren, falls einmal die Seilbahn eine Havarie erleidet.
  • So ist auch längs der Trasse bis zum Venusberg mit einem Abholzen über mindestens 15 m Breite zu rechnen. Zuzüglich der Zuwege für Rettungsfahrzeuge längs des Venusberghanges. Auch hier gilt: Interessen wiegen schwerer als Landschaftsschutz!

Feuchtbiotop Hindenburgplatz

  • Das Feuchtbiotop am Waldrand hinter dem Spielplatz wird ebenso mit der Seilbahnstation überbaut. Offenbar sind Flora und Fauna nicht so wichtig, wenn man ein Prestigeobjekt durchbringen will.

  • Die Dimensionen der Station sind:
    H: 15 m, B: 18m, L: 50 m
    Das Biotop wird von über 50% des Bahnhofs überdeckt, das sind über ca. 30 m Länge und 18m Breite.
    Damit wird das Feuchtbiotop vollständig zerstört.
  • Wir fordern den Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan auf, das Biotop zu erhalten und keine Ausnahmegenehmigung zur Bebauung zu erteilen.
    Ebenso fordern wir den Oberbürgermeister auf, die Landschaftsschutzgebiete Rheinufer und Venusberghang vor Bebauung zu schützen.

    Was nützt Landschaftsschutz, wenn er mit einem Federstrich des Oberbürgermeisters zugunsten einer Seilbahn, die niemand braucht, ausgehebelt werden kann?

Wie nachhaltig ist die geplante Seilbahn?

Die von der Bonner Stadtverwaltung favorisierte urbane Seilbahn soll Teil des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) werden. Das bedeutet, in den Zeiten, in denen Busse und Bahnen fahren, muss auch die Seilbahn in Betrieb sein, unabhängig von ihrer Auslastung. Bei dem hohen Stromverbrauch während des ganzen Tages entstehen so im Kraftwerk zusätzliche klimaschädliche Abgase, die weit höher liegen als die, die der gesamte Autoverkehr auf dieser Strecke erzeugt.

 

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Wo bleibt der Nutzen?

Die geplante Seilbahntrasse mit Verlauf über Ramersdorf, die Gronau, den Bahnhof UN Campus, den Hindenburgplatz in Dottendorf zum Venusberg ist nur für wenige Fahrgäste von wirklichem Nutzen. Zur Gegenfinanzierung der Seilbahn wird es laut Machbarkeitsstudie erhebliche Taktreduzierungen und Streckenstillegungen bei Bussen und Bahnen geben. Das ist zum Nachteil aller Nutzer des ÖPNV.
Da insbesondere die Anwohner der Bustrassen schlechter bedient werden, aber keine Möglichkeit haben, statt dessen die Seilbahn zu benutzen (z.B. die Bewohner zwischen Poppelsdorf und Venusberg), werden sie zurück aufs Auto umsteigen, was nicht wünschenswert ist.

 

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Bonner Sanierungsdesaster – und nun ein neues Abenteuer!

Beethovenhalle, Viktoriabrücke, Stadtteilbäder, Stadthaus, Oper, Schadenersatz am Rhein-Palais. Täglich berichtet die Presse über neue Fälle. Viele Millionen gingen und gehen vom städtischen Haushalt verloren, dazu Anwalts- und Gerichtskosten in 5 – 6 stelliger Höhe.
Die Baukosten des Projekts Seilbahn sind in fahrlässiger Weise mehr geraten als geschätzt, mit immensem Potential für Verteuerung.
Die langfristigen Betriebskosten, die sich Jahr für Jahr summieren werden, wurden bisher nicht angemessen berücksichtigt.

 

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Verkehrschaos – wo bleibt ein Konzept?

Seit 30 Jahren wird diskutiert über Südtangente, Reuterstraße, S13 vom Flughafen nach Ramersdorf, Tausendfüßler, marode Brücken, Parkchaos auf dem Venusberg und Pendlerströme morgens und abends. Und was beschließt der Rat? Umleitung des Verkehrs der Kaiserstraße über die Nassestraße und dann wieder zurück. Initiiert von Hartwig Lohmeyer von den Grünen.  Ist das eine Lösung, die Bonn weiterbringt? Nein, aber die Bürger müssen es ausbaden, besonders die Anwohner.

Bonner Verkehrspolitik heißt: Schildbürgerstreiche und Flickschusterei, wo Lösungen erwartet werden.

 

Statt des dringend erforderlichen umfassenden Verkehrskonzepts beschäftigt sich die Stadtverwaltung lieber mit immer neuen Einfällen zu Prestigeobjekten, die weitere Pendler in die Stad ziehen wie z.B. Erschließung des Regierungsviertels bis nach Bad Godesberg mit neuen Hochhäusern und Büros (s. Bild).

 

Ausgerechnet das unflexibelste aller möglichen Verkehrsmittel, mit nur wenigen Stationen und dadurch weiten Fußwegen, ohne Anpassungsmöglichkeit an Verkehrsschwankungen und Fahrgastanfall soll die Lösung bringen und wird mit Vehemenz durchgepeitscht.

Will sich hier jemand ein Denkmal setzen? Das könnte ordentlich nach hinten losgehen!

 

Denn:

Eine Seilbahn bietet geringste bauliche Anpassungsmöglichkeiten und kann am wenigsten auf Passagier- und Verkehrsschwankungen reagieren. Sie ist eine CO2-Dreckschleuder, die noch dazu riesige Betriebskosten verursacht, und sie funktioniert in Stoßzeiten zusammen mit Massenbeförderern wie Zügen oder Straßenbahnen überhaupt nicht. Aber gerade mit der Entlastung des Verkehrs in den Stoßzeiten wird sie begründet.
Gleichzeitig beeinflusst sie wie kein anderes Verkehrsmittel die örtliche Umgebung und die Anwohner der Trasse.

Und bei widrigen Bedingungen wie Gewitter oder Starkwind fällt sie jeweils für viele Stunden oder gar Tage aus. 
Für Wartung müsste sie jedes Jahr mindestens weitere 7-14 Tage stillgelegt werden.


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Neue Millionenfalle?

Die Investitionskosten der Seilbahn würden bis zu 90% vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Das ist aber ein zweifelhaftes ‚Geschenk‘, nicht nur weil das Steuergeld dringend für Sinnvolleres (z.B. die Sanierung unserer maroden Schulen, etc.) benötigt wird. 

Sondern vor allem, weil mit erheblichen Zusatzkosten zu rechnen ist, die allein über den städtischen Haushalt abgewickelt werden müssen. Eine seriöse Schätzung der Kosten dieser Seilbahn liegt nicht vor, gleichzeitig ist - wie bei fast allen städtischen Großprojekten mit erheblicher Steigerung im Verlauf der Realisierung zu rechnen. 

 

Bonn hat wahrlich noch genügend Altlasten aus dem WCCB-Projekt zu bewältigen. Hinzu kommen zahlreiche unabgeschlossen Bauprojekte mit explodierenden Kosten und nach hinten offenem Fertigstellungstermin.

 

Noch massiver als die Baukosten schlagen die jährlichen Betriebskosten zu Buche. Allein an Personal- und Stromkosten ergeben sich fast sieben Millionen Euro jährlich, dazu kommen Aufwendungen für Wartung, Aufzüge, Reinigung, Sicherheit, Versicherungen usw., die bisher noch nicht einmal angedacht, geschweige denn spezifiziert wurden.  

 

Die Seilbahn wäre ein weiteres Abenteuer ohne messbaren Nutzen, aber mit unkalkulierbaren Risiken.

 

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Diese vier wesentlichen Bereiche sind negativ vom Bau einer urbanen Seilbahn betroffen:

Verkehr

Wir zeigen, warum die Seilbahn keine Lösung für die Bonner Verkehrsprobleme darstellt! Bonn braucht ein umfassendes Verkehrskonzept, kein Leuchtturmprojekt ohne nachweisbaren Nutzen.

 

 

Kinder

Kinder sind unsere Zukunft, sie brauchen Freiraum zur Entfaltung. Der Bau der Seilbahn vernichtet einen Spielplatz und eine Schule, beeinträchtigt Kindergärten, Spielplätze und Grünflächen.

 

 

 

 

Kosten

Die Stadt Bonn ist bereits hoch verschuldet! Die Urbane Seilbahn wird zu einem weiteren Millionengrab. Die tatsächlichen Betriebskosten werden verschwiegen. Die geplanten Einsparungen bleiben Fiktion! Unerwähnt bleiben auch die immensen Folgekosten für die Debakel bei WCCB und Beethoven-Halle.

 

 

Umwelt

Die Urbane Seilbahn verursacht permanente Lärmbelastung und Lichtverschmutzung, die Vernichtung naturnahen Lebensraums im Bonner Stadtgebiet und sie erzeugt ungeheure Emissionen. Die tatsächlichen Dimensionen dieses Bauwerks werden von der Verantwortlichen kleingeredet.


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