Vorbemerkung - worum geht es?

Seit 2015 verfolgt die Verwaltung der Stadt Bonn die Planung einer urbanen Seilbahn zum Venusberg, inzwischen mit Verlängerung über den Rhein bis nach Ramersdorf.

Nein, beten hilft nicht!
Ob beten hilft? Diese Seilbahn ist so marode wie viele städtische Gebäude!

Anfänglich wurde die Seilbahn mit morgendlichen Staus auf der Zufahrt über die Robert-Koch-Straße begründet, dann mit dem drohenden Verkehrsinfarkt aufgrund eines prognostizierten immensen Bevölkerungswachstums. Beide Behauptungen stellen sich als nicht belastbar heraus.
2016 wurde vom Rat der Stadt Bonn eine umfangreiche Machbarkeitsstudie in Auftrag gegebenen.

Aktuell Juni 2019 aus der Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung zum "Sachstand Standardisierte Bewertung Seilbahn Bonn" :... Vorstellung insbesondere der Aussage zum volkswirtschaftlichen Nutzen unmittelbar nach der Sommerpause den Ratsgremien, damit diese über das weitere Vorgehen (Antrag auf Förderungen, Planfeststellungsverfahren) entscheiden können...."  Mehr dazu>>>

 

 

Wir, die Bürgerinitiative "Bonn bleibt seilbahnfrei" halten diese Seilbahn für ungeeignet zur Lösung der Verkehrsprobleme und ohne Nutzen für die Bonner Bürger, finanziell riskant und dabei äußerst umweltschädlich. Auf dieser Website finden Sie unsere Argumente, Informationen zum bisherigen Verfahrensablauf sowie eine Auflistung der Risiken und Nebenwirkungen, die mit diesem millionenschweren Projekt einhergehen.

 

Wie nachhaltig ist die geplante Seilbahn?

Die von der Bonner Stadtverwaltung favorisierte urbane Seilbahn soll Teil des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) werden. Das bedeutet, in den Zeiten, in denen Busse und Bahnen fahren, muss auch die Seilbahn in Betrieb sein, unabhängig von ihrer Auslastung. Bei dem hohen Stromverbrauch während des ganzen Tages entstehen so im Kraftwerk zusätzliche klimaschädliche Abgase, die weit höher liegen als die, die der gesamte Autoverkehr auf dieser Strecke erzeugt.

 

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Wo bleibt der Nutzen?

Die geplante Seilbahntrasse mit Verlauf über Ramersdorf, die Gronau, den Bahnhof UN Campus, den Hindenburgplatz in Dottendorf zum Venusberg ist nur für wenige Fahrgäste von wirklichem Nutzen. Zur Gegenfinanzierung der Seilbahn wird es laut Machbarkeitsstudie erhebliche Taktreduzierungen und Streckenstillegungen bei Bussen und Bahnen geben. Das ist zum Nachteil aller Nutzer des ÖPNV.

 

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Bonner Sanierungsdesaster – und nun ein neues Abenteuer!

Beethovenhalle, Viktoriabrücke, Stadtteilbäder, Stadthaus, Oper, Schadenersatz am Rhein-Palais. Täglich berichtet die Presse über neue Fälle. Viele Millionen gingen und gehen vom städtischen Haushalt verloren, dazu Anwalts- und Gerichtskosten in 5 – 6 stelliger Höhe.
Die Baukosten des Projekts Seilbahn sind in fahrlässiger Weise mehr geraten als geschätzt, mit immensem Potential für Verteuerung. Die langfristigen Betriebskosten, die sich Jahr für Jahr summieren werden, wurden bisher nicht angemessen berücksichtigt.

 

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Verkehrschaos – wo bleibt ein Konzept?

Seit 30 Jahren wird diskutiert über Südtangente, Reuterstraße, Tausendfüßler, marode Brücken, Parkchaos auf dem Venusberg, Pendlerströme morgens und abends.

Statt des dringend erforderlichen umfassenden Verkehrskonzepts beschäftigt sich die Stadtverwaltung lieber mit immer neuen Einfällen zu Prestigeobjekten, die weitere Pendler in die Stad ziehen wie z.B. Erschließung des Regierungsviertels bis nach Bad Godesberg mit neuen Hochhäusern und Büros.

Ausgerechnet das unflexibelste Verkehrsmittel, mit nur wenigen Stationen und dadurch weiten Fußwegen, ohne Anpassungsmöglichkeit an Verkehrsschwankungen etc. soll die Lösung bringen. Eine Seilbahn bietet geringste bauliche Anpassungsmöglichkeiten und kann am wenigsten auf Passagier- und Verkehrsschwankungen reagieren.


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Neue Millionenfalle?

Die Investitionskosten der Seilbahn würden bis zu 90% vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Das ist aber ein zweifelhaftes ‚Geschenk‘, nicht nur weil das Steuergeld dringend für Sinnvolleres (z.B. die Sanierung unserer maroden Schulen, etc.) benötigt wird. 

Sondern vor allem, weil mit erheblichen Zusatzkosten zu rechnen ist, die allein über den städtischen Haushalt abgewickelt werden müssen. Eine seriöse Schätzung der Kosten dieser Seilbahn liegt nicht vor, gleichzeitig ist - wie bei fast allen städtischen Großprojekten mit erheblicher Steigerung im Verlauf der Realisierung zu rechnen. 

 

Bonn hat wahrlich noch genügend Altlasten aus dem WCCB-Projekt zu bewältigen. Hinzu kommen zahlreiche unabgeschlossen Bauprojekte mit explodierenden Kosten und nach hinten offenem Fertigstellungstermin.

 

Noch massiver als die Baukosten schlagen die jährlichen Betriebskosten zu Buche. Allein an Personal- und Stromkosten ergeben sich fast sieben Millionen Euro jährlich, dazu kommen Aufwendungen für Wartung, Aufzüge, Reinigung, Sicherheit, Versicherungen usw., die bisher noch nicht einmal angedacht, geschweige denn spezifiziert wurden.  

 

Die Seilbahn wäre ein weiteres Abenteuer ohne messbaren Nutzen, aber mit unkalkulierbaren Risiken.

 

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Weitere Kollateralschäden?

Erich-Kästner-Schule mit Stütze (Fotomontage, massstabstreu )
Erich-Kästner-Schule mit Stütze (Fotomontage, massstabstreu )
  • Das Großprojekt urbane Seilbahn überragt mit seinen riesigen Stahlstützen die dichtbesiedelten Stadtteilen Kessenich und Dottendorf.
    Große Teile des Venusberghanges würden für den Bau der Stützen und als Rettungsschneise abgeholzt.
    In der Rheinaue würde ein hoch in der Luft liegender Bahnhof errichtet, mit zusätzlichen Stützen davor und dahinter. Das Landschaftsschutzgebiet Rheinufer würde durch turmhohe Seilbahnstützen  verschandelt. Sie würden das für Bonn typische Rheinpanorama für immer zerstören.
  • Gleichzeitig würde der neu errichtete und  gut angenommene Spieplatz und das angrenzende Feuchtbiotop zerstört.
  • Auf der Kreuzung Urstadtstraße / Kessenicher Straße würde eine 35 m hohe Seilbahnstütze errichtet, dadurch würden die Straßen für den Verkehr abgebunden.
  • Die Erich-Kästner-Schule bekäme auf dem Schulhof eine 32 m hohe Stütze. Die Schule würde im 15-Sekunden-Takt von Gondeln überflogen, unter lautem Geratter an den Rollen der Stütze. Niemand mehr würde danach sein Kind an dieser Schule anmelden.

Fazit: massive Kollateralschäden im Stadtbild, in Naherholungsgebieten, am Spielplatz und am Feuchtbiotop, Straßensperrung und Verkehrschaos in Dottendorf/Kessenich, Zerstörung des Schulhofes der Erich-Kästner-Schule. Langfristig wäre mit der Schließung der Schule zu rechnen.


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zum Thema Spielplatz >>>

 

Diese vier wesentlichen Bereiche sind negativ vom Bau einer urbanen Seilbahn betroffen:

Verkehr

Wir zeigen, warum die Seilbahn keine Lösung für die Bonner Verkehrsprobleme darstellt! Bonn braucht ein umfassendes Verkehrskonzept, kein Leuchtturmprojekt ohne nachweisbaren Nutzen.

 

 

Kinder

Kinder sind unsere Zukunft, sie brauchen Freiraum zur Entfaltung. Der Bau der Seilbahn vernichtet einen Spielplatz und eine Schule, beeinträchtigt Kindergärten, Spielplätze und Grünflächen.

 

 

 

 

Kosten

Die Stadt Bonn ist bereits hoch verschuldet! Die Urbane Seilbahn wird zu einem weiteren Millionengrab. Die tatsächlichen Betriebskosten werden verschwiegen. Die geplanten Einsparungen bleiben Fiktion! Unerwähnt bleiben auch die immensen Folgekosten für die Debakel bei WCCB und Beethoven-Halle.

 

 

Umwelt

Die Urbane Seilbahn verursacht permanente Lärmbelastung und Lichtverschmutzung, die Vernichtung naturnahen Lebensraums im Bonner Stadtgebiet und sie erzeugt ungeheure Emissionen. Die tatsächlichen Dimensionen dieses Bauwerks werden von der Verantwortlichen kleingeredet.


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