Für ein Bonn ohne urbane Seilbahn

 

Zur angeblichen Stärkung des ÖPNV, insbesondere aber zur vermeintlichen Entlastung der Zufahrt zur Uniklinik auf dem Venusberg, plant die Stadt Bonn den Bau einer urbanen Seilbahn.

 

Wir sind nicht nur einfach Gegner einer Seilbahn. Aber wir haben aus unserer Sicht gut nachvollziehbare und belastbare Argumente, die gegen den Bau einer Seilbahn in Bonn sprechen (Schauen Sie in die neu eingestellten Unterlagen unter "Faktencheck").

 

Die Seilbahn geht jeden Bonner etwas an! Auch diejenigen, die nicht die Seilbahn nutzen und nicht an der geplanten Trasse wohnen, denn die anteiligen Kosten für den Bau und die laufenden Betriebskosten (s. auch Artikel unter der Rubrik "Faktencheck Wirtschaftlichkeit") werden alle Einwohner der Stadt Bonn zahlen. Momentan ist das Projekt übrigens auch schon nicht geschenkt. Dies zeigt auch die aktuelle Entwicklung in Wuppertal, bei dem die Kostenschätzungen für eine geplante Seilbahn deutlich nach oben korrigiert werden müssen (s. Zeitungsartikel unter der Rubrik "Andere Seilbahnprojekte")!

 

Bonn braucht kein weiteres, unkalkulierbares Großprojekt, dessen ökonomischer als auch ökologischer Nutzen im Verhältnis zum Aufwand fragwürdig ist.

 

Die Bürgerinitiative "Bonn bleibt seilbahnfrei" wurde gegründet, um von der emotionalen Begeisterung für eine Seilbahn zu einer sachlichen Diskussion über Fragen des Verkehrskonzeptes, der Klima- und Umweltbelastung sowie der der Eingriffe in Natur und Stadtbild zu gelangen. Schließlich auch über die finanziellen Risiken, die in dieser Großprojektfinanzierung und den anschließenden Betrieb liegen.  

 

 

Wenn Sie diese Meinung teilen, werden Sie Mitglied unserer Bürgerinitiative (siehe Rubrik Kontakt)! 

 

Die zentralen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden im 3. Bürgerdialog am 16.05.2017 vorgestellt. WDR Lokalzeit Bonn hat noch am gleichen Tag über diese Informationsveranstaltung berichtet, wie auch der WDR in seinem Beitrag "Seilbahnidee für Bonn wird konkret".

 

Die Ergebnisse belegen, dass der Entlastungs-Effekt durch eine Seilbahn für die Robert-Koch-Straße nur 5,8 Prozent bis maximal 8,3 Prozent beträgt. Das bestätigt unsere These, dass das Verkehrsproblem nicht gelöst wird. Die Baukostenhistorie endet (vorläufig) nach bisherigen Aussagen (2015: 150 bis 200 Mio. Euro für Strecke Hindenburgplatz bis Uniklinik; 2. Bürgerdialog 50 Mio. Euro) bei nunmehr rd. 20 Mio. Euro Investitionskosten für die Strecke Venusberg, Hindenburgplatz, UN-Campus. Eine Garantie für die Einhaltung der Kosten will aber keiner übernehmen ... (s. FAZ vom 12.05.2017 "Die Pleite vom Rhein")

 

Die Präsentation anlässlich des 3. Bürgerdialogs können Sie einsehen unter https://www.bonn-macht-mit.de/node/783 .

 

Die 4. Veranstaltung im Rahmen des Seilbahn-Dialogs fand am 22. Juni 2017 in der Stadthalle Bad Godesberg statt (s. auch Rubrik "Pressemitteilungen").